Wein oder Blut? Wer kanns unterscheiden?

Die Achse 1618-1918-2018

Konzertnachmittag in der Klosterkirche Lehnin

21.7.2018 16 Uhr

Der Titel des Programms greift eine Sequenz aus Raimer Maria Rilkes berühmtem Prosastück „Die Weise von Liebe und Tod des Cornet Christoph Rilke“ auf, einem Text, der sich mit poetischer Dichte den Themen von Krieg, von Tod, aber auch von Liebe und Freundschaft annähert. Geschrieben wurde der Text vor dem 1.Weltkrieg. Mitten im 2.Weltkrieg hat ihn der Komponist Victor Ullmann als sein letztes Werk vor seiner Deportation und Ermordung im KZ Auschwitz vertont. Das hochexpressive Melodram Ullmanns wird in Werken von Jan Pieterszoon Sweelinck, Wolfgang Amadeus Mozart, Maurice Ravel und Steve Reich kommentiert, subtil gedeutet und oder kontrastiert. Ein Konzertabend, der ein weites Spektrum an musikalischem Erleben aufzeigt – von verinnerlichter Reflexion bis zu diesseitig-heiterer Festlichkeit.

Steve Reich Piano phase

für 2 Klaviere

Victor Ullmann(1898-1944)

„Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ für Rezitator und Klavier (Text Rainer Maria Rilke)

1. Teil Nr. 1-3

Robert Schumann (1810-1856)

Marienwürmchen op.79, 13

Victor Ullmann

„Die Weise von Liebe und Tod“

1. Teil / Nr 4

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Maurerische Trauermusik

Version für 2 Klaviere von Heribert Breuer

Victor Ullmann

„Die Weise von Liebe und Tod“

1. Teil V / 2.Teil 1-2

Maurice Ravel (1975-1937)

aus: Rhapsodie espagnol für 2 Klaviere

Feria

-Pause-

Es werden Getränke und Snacks gereicht.

Maurice Ravel

aus: Rhapsodie espagnole

Prelude á la nuit

Victor Ullmann

„Die Weise von Liebe und Tod“

2.Teil/ Nr. III – V

Hugo Wolf (1860-1903)

aus: Spanisches Liederbuch „Sie blasen zum Abmarsch“ (Paul Heyse)

Victor Ullmann

„Die Weise von Liebe und Tod“

/VI und Finale (evtl unterbrochen durch Lied/ Song)

Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621)

Mein junges Leben hat ein End SwWV 324

Version für 2 Klaviere für Heribert Breuer

Annette Jahns, Rezitation, Gesang, Performance

Klavierduo Friedrich Thomas – Hansjacob Staemmler